FTP (File Transfer Protocol)

Das File Transfer Protocol (FTP) ist ein Netzwerkprotokoll zur Übertragung von Dateien über IP-Netzwerke. Mittels eines FTP-Clients, dem sogenannten FTP-Programm, lassen sich Dateien auf den Server übermitteln, oder vom Server herunterladen. Dies ist das sogenannte Client-Server-Modell, bei dem der Client (der Rechner vor dem Du sitzt) Befehle an den Server (im Rechenzentrum) sendet. Der Server wartet auf Anfragen und verarbeitet die Befehle nacheinander. Eine FTP-Verbindung hat zwei Übertragungskanäle. Einen Kanal für das Senden der Befehle, den sogenannten Kontrollkanal und einen Kanal für die Übertragung der Daten (Datenkanal). Der Kontrollkanal verbindet sich über den TCP-Port 21. Der Datenkanal über den Port 20. Am meisten wird FTP zum Aufspielen von Dateien für Webseiten auf Server verwendet. FTP kann aber auch zum Austausch von Daten genutzt werden. In Zeiten von Dropbox und Google Drive ist es ein wenig unmodern geworden, aber manche Universitäten unterhalten noch öffentliche FTP-Server, auf denen man größere Dateien zum Austausch ablegen kann. Aber Vorsicht: Das Tauschen von Raubkopien ist natürlich auch via FTP nicht erlaubt. Die meisten Webhoster erläutern in ihren AGB’s, dass bestimmte Inhalte auf ihren Servern nicht gehostet werden dürfen. Dazu zählen oft auch MP3’s prominenter Interpreten oder kommerzielle Filme.

SFTP

SFTP oder auch SSH File Transfer Protocol, wurde als Alternative zu FTP entwickelt. Es bietet zusätzlich eine Verschlüsselung der Daten an. Im Gegensatz zu FTP verwendet es nur eine Verbindung zwischen Client und Server. Zur Verschlüsselung und Authentifizierung können verschiedene Methoden eingesetzt werden. FTPs werden heute immer noch viel verwendet, vor allem im Bereich der Heimserver oder in Unternehmen. Manchmal ist es wichtig, dass der Zugriff auf Dateien limitiert ist. Lösungen in der Cloud sind zwar etwas bequemer in der Nutzung, sind aber nicht immer zu 100 % zuverlässig oder konform zum Datenschutz. Mit einem FTP geht man auf Nummer sich, wenn man den Server richtig anlegt, mit den passenden Rechten und Sicherheitseinstellungen. So gibt es Server, welche nicht mit dem Internet verbunden sind und es kann nur offline durch einen bestimmten Rechner darauf zugegriffen werden.

Ähnliche Einträge

Cronjob

Grundlagen und AnwendungsfälleEin Cronjob ist ein zeitgesteuerter Auftrag, der in Unix-basierten Betriebssystemen wie Linux oder macOS dazu verwendet wird, wiederkehrende Prozesse zu automatisieren. Diese Aufträge können alles von einfachen Skripten bis hin zu komplexen Programmen sein und werden vom System zu vorgegebenen Zeiten ausgeführt. Besonders im Webhosting-Umfeld spielt der Cronjob […]

Let’s Encrypt

Let´s Encyrpt- Das World Wide Web sicherer machenLet´s Encyrpt wurde 2015 ins Leben gerufen und ist eine Zertifizierungsstelle, die kostenlose Zertifikate für Webseiten bereitstellt. In der Regel haben die SSL-Zertifikate eine Gültigkeit von 90 Tagen, danach hat man die Möglichkeit das Zertifikat manuell zu verlängern. Grundsätzlich wird das SSL-Zertifikat aber […]

Traffic

Das Wort Traffic stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt »Verkehr«. Beim Webhosting meint Traffic das Volumen des Datenverkehrs, der entsteht, wenn Besucher einer Webseite auf den Server zugreifen und die hinterlegten Daten vom Server abrufen. Je mehr Besucher (auch »User« genannt) eine Webseite anschauen, umso mehr Traffic hat […]

Keine Kommentare vorhanden


Sie haben eine Frage oder Meinung zum Artikel?

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht